Was sind Bulben und Rückbulben?
Viele immergrüne Orchideen tropischer oder subtropischer Herkunft bilden Bulben aus. So werden die Verdickungen bezeichnet, auf oder aus denen ihre Blätter wachsen. Bei stammförmigen Arten, wie zum Beispiel einigen Dendrobien, heißen sie Pseudobulben.
Bei den Rückbulben handelt es sich um die alten, in den Vorjahren gewachsenen Bulben. Dass sie, häufig ohne Blätter, an den Pflanzen verbleiben und nicht absterben, kann mehrere Gründe haben. Sie können zum Beispiel als Wasserspeicher dienen oder neu austreiben, sollte die Orchidee vom Baum purzeln oder verletzt werden.

Orchideen mit Rückbulben vermehren
Je nach Art, werden für diese Form der Vermehrung eine bis mehrere Rückbulben benötigt. Und Glück. Denn häufig verfaulen sie.
Der hier gezeigte Orchideennachwuchs ist durch Zufall entstanden, ich habe dafür eine beim Umtopfen abgebrochene Rückbulbe verwendet. Sie kam Anfang August 2013 in ein mit Spaghnum gefülltes Einmachglas.
Das abgedeckte und nur selten gelüftete Glas stand schattig, aber nicht dunkel, bei Temperaturen zwischen 12 und 18 °C im Winter und um 20 °C ab dem Frühjahr.
Den Austrieb habe ich im April 2014 entdeckt.

Eine genauere Anleitung kann ich nicht bieten. Bis auf diesen, sind alle meine Versuche mit Rückbulben gescheitert. Einige erfolgten im beheizten Zimmergewächshaus.
